🗓️ Für die Öffentlichkeit geöffnet · Eingeweiht am 20. Juni 2026
Himalaya-Hängebrücke Florenville 184 m über der Semois
Die spektakulärste Hängebrücke der belgischen Ardennen verbindet den Wald von Sainte-Cécile mit dem Domaine des Épioux — 30 Meter über dem Wasser der Semois.
📏 184 m lang🏔️ 30 m Höhe🥾 1,5 km Fußweg (3 km Hin/Rück)🆓 100% Freier Eintritt 7/7🌿 Nationalpark Semois👥 Max. 540 Pers.
Nach 2 Monaten Eröffnung : hier sind die wichtigsten Ratschläge nach Auswertung aller Besucherbewertungen und Praxiserfahrungen (Offiziellen Google-Eintrag und Bewertungen ansehen ↗). Achtung vor Navigations-Fallen : Nicht direkt « Hängebrücke » in die App eingeben, um gesperrte Forstwege des Nationalparks zu meiden. Parken Sie im Dorf Sainte-Cécile und folgen Sie dem markierten Waldpfad (1,5 km Fußweg).
🅿️ Empfohlener ParkplatzRue Arthur Bayonnet / Kirche, 6820 Sainte-Cécile (Florenville)
🧭 GPS-Koordinaten49.7225° N, 5.2472° E
🥾 Verbleibender Fußweg1,5 km (3 km Hin/Rück · ~45 Min. bis 1 Std.)
🌲 Ausschilderung vor OrtMarkierter Waldweg zur Semois & GR 16
Eingeweiht am 20. Juni 2026, ist die Himalaya-Hängebrücke von Florenville (Sainte-Cécile) das spektakulärste touristische Bauwerk im Semois-Tal. Ab sofort kann der Fluss zu Fuß in 30 Metern Höhe über 184 Meter gespannte Stahlkabel zwischen zwei Waldhängen überquert werden – mitten im Nationalpark Semois-Tal. Diese Seite liefert Ihnen alle wichtigen Praxistipps und Besucherfeedbacks: realer Parkplatz-Zugang, Wegebeschaffenheit, Hundesicherheit, Schwindelfreiheit, Wandertouren und Kajak-Kombinationen.
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Audioführer · ~3 Min. 30 · Französisch
Himalaya-Hängebrücke Florenville – Audioführer
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Vollständiger Audioführer zur Himalaya-Hängebrücke von Florenville: 184 m über der Semois, Domaine des Épioux, Geschichte der Schmieden, Pierre-Napoléon Bonaparte und die Legende des Felsens Roche du Chat.
Die Ingenieurskunst der Brücke — Technische Meisterleistung und Logistische Herausforderung
Eine Himalaya-Hängebrücke in einer tief eingeschnittenen Schlucht bauen, ohne Zugang für schwere Maschinen: das war die Herausforderung, der sich die Ingenieure von IDELUX Projets Publics stellten. Die Lösung? Helikoptertransport (Héliportage) — eine technik, bei der Strukturelemente per Schwerlasthelikopter im Präzisionsschwebeflug transportiert und in einer sonst unzugänglichen Umgebung montiert werden, ohne massiven Kahlschlag.
Detaillierte technische Spezifikationen
Parameter
Spezifikation
Detail
Bautyp
Hängebrücke mit Tragseilen — „Himalaya"-Typ
Haupttragseile aus hochfestem verzinktem Stahl
Länge
184–185 Meter von Ufer zu Ufer
Einzelspannweite ohne Zwischenpfeiler im Flussbett
Durchfahrtshöhe
30 Meter über der Semois
Berechnet für hundertjähriges Hochwasser + Sicherheitsabstand
Personenkapazität
540 Personen gleichzeitig
Dynamische und statische Last in den Berechnungen integriert
Vierfachbefestigung von IDELUX-Ingenieuren zertifiziert (Geoffrey Pélerin)
Zugelassene Nutzung
Fußgänger und Radfahrer — Radfahren verboten, Schieben erlaubt
Haustiere zugelassen (Vorsicht bei Hunden: Metallroste)
Bauherr
Gemeinde Florenville
Projektassistenz: IDELUX Projets Publics
Warum durchbrochene Metallroste?
Die Wahl des durchbrochenen Metallrostbelags ist nicht nur ästhetisch. Technisch erfüllt dieses Material drei entscheidende Funktionen:
Aerodynamik: der durchbrochene Belag reduziert drastisch den Windwiderstand und begrenzt den dynamischen Auftrieb, der den Brückenbalken in den windigen Schluchten des Tals destabilisieren könnte.
Winterwartung: Schnee, Eis und Laub sammeln sich nicht an, was unerwartete Totlasten und Wartungseingriffe reduziert.
Immersives Erlebnis: Wanderer sehen direkt das funkelnde Seimois-Wasser 30 Meter tief — eine schwindelerregende und unvergessliche Empfindung.
⚠️ Hundehalter: die Überquerung ist mit Haustieren erlaubt, aber die durchbrochenen Metallroste können die Pfoten verletzen und großen höhenbedingten Stress erzeugen. Bitte bewerten Sie die Toleranz Ihres Hundes gegenüber Metall und Höhe, bevor Sie die Brücke betreten.
Helikoptertransport: Bau ohne Abholzung
Die Brücke verbindet den staatlichen Waldbesitz Sainte-Cécile mit dem Domaine des Épioux, beide als Natura-2000-Gebiete eingestuft. Das Gelände ist für konventionelle Hebemaschinen strikt unzugänglich. Die Anlage temporärer Fahrwege hätte massive Abholzung und destruktive Geländeeingriffe mit sich gebracht.
Die Lösung des Schwerlasthelikoptertransports ermöglichte die Montage der Brücke, ohne den Waldboden zu belasten. Kletter-Techniker an den Verankerungspylonen leiteten die Piloten im Schwebeflug per Dauerfunk. Die Anwesenheit von Hochspannungsleitungen (400.000 Volt) in den benachbarten Tälern stellte eine erhebliche operative Einschränkung dar, die eine millimetergenaue Koordination zwischen Piloten, Vorbereitungsteams und Betankern erforderte.
Finanzierung und Projektführung — Ein von der Wallonie Unterstütztes Vorhaben
Die Gesamtkosten des Projekts belaufen sich auf 1.400.000 Euro, einschließlich Lieferung der Hochleistungsmaterialien, Helikopterlogistik, geotechnische Verankerungsstudien im ardennen Felsuntergrund und Ingenieurshonorare.
80 %
1.120.000 €
Wallonische Region — Tourismuskommissariat Ziel: Erholung nach der Krise, Positionierung der Wallonie auf dem europäischen Ökotourismusmarkt und Aufwertung der Nationalparks.
20 %
280.000 €
Gemeinde Florenville Ziel: Touristenströme anziehen, lokale Wirtschaft entwickeln (Gastronomie, Unterkunft) und Wohnattraktivität steigern.
ℹ️ Rolle von IDELUX: die Interkommunale IDELUX Projets Publics übernimmt die Projektassistenz (AMO). Die Gemeinde Florenville behält die volle Entscheidungshoheit. IDELUX verwaltet Leistungsverzeichnisse, Auftragnehmerauswahl und Finanzcontrolling. Projektleiter: Geoffrey Pélerin.
Projektchronologie — Von 2016 bis 2026
2016
Start der Machbarkeitsstudien
Erste geotechnische Studien und Umweltverträglichkeitsprüfungen werden eingeleitet. Die Lage über der Semois zwischen Sainte-Cécile und Lacuisine wird als optimaler Standort identifiziert.
2016–2023
Institutionelle Koordination und Genehmigungsverfahren
Verhandlungen mit DNF (Natur- und Forstdepartement), dem ÖSHZ der Stadt Mons (Eigentümer Domaine des Épioux), der Wallonischen Region und Anwohnern. Integration in den Natura-2000-Rahmen und Erlangung der Umweltgenehmigungen.
Anfang 2024
Veröffentlichung des Waldbewirtschaftungsplans
Am 5. Januar 2024 wird der WBP 2024–2048 für das Domaine des Épioux im Belgischen Staatsblatt veröffentlicht. Dieser Plan integriert ausdrücklich die Einschränkungen der Brücke und definiert Publikumsführungszonen.
2024–2026
Tiefbauarbeiten und Helikoptertransport
Bohren und Betonieren der Verankerungsblöcke im Felsuntergrund beider Ufer. Helikoptereinsätze: Transport und Montage der Haupttragseile, Hängestangen und Brückenmodule. Logistisches Meisterstück im klassifizierten Waldgebiet.
April 2026
Fertigstellungsphase
Ausbringen und vierfache Befestigung der Sicherheitsnetze. Abschluss der Kabelunterseiten. Die Baustelle ist bis zur offiziellen Freigabe für die Öffentlichkeit gesperrt.
20. Juni 2026
Offizielle Einweihung und Öffnung für die Öffentlichkeit
Der Tourismus-Schöffe von Florenville bestätigt das Datum. Die Brücke öffnet unmittelbar nach der Einweihungsfeier, pünktlich zur Sommertouristensaison.
Herbst 2026
Eröffnung des Maison du Garde (Sozialtourismus)
Die Renovierung des ehemaligen Pförtnerhauses des Domaine des Épioux (644.500 €, davon 239.000 € wallonische Förderung) wird abgeschlossen sein. Dieses soziale Beherbergungszentrum empfängt benachteiligte Jugendliche und Schulklassen.
Wanderungen — GR 16 und GR 129 Direkt Verbunden
Die Brücke verändert die Geographie der Wanderwege in den südlichen Ardennen grundlegend. Indem sie die letzte große Barriere aufhebt, die die Semois in diesem Abschnitt darstellte, schafft sie einen strategischen Knotenpunkt zwischen zwei der größten Fernwanderwege Belgiens.
Dieser mythische Pfad folgt den Mäandern der Semois von der Quelle bis zur Mündung in die Maas. Die Brücke bietet GR-16-Wanderern einen direkten Zugang zum linken Ufer und zum Domaine des Épioux, was neue Schleifenvarianten ermöglicht, die bisher unmöglich waren. Der Wald von Sainte-Cécile wird am rechten Ufer durchquerter.
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GR 129 — Belgien in der Diagonale
Einer der längsten Wanderwege Belgiens, von Brügge nach Arlon. Auf der Höhe des Domaine des Épioux können Wanderer nun zum GR 16 abbiegen und das Tal sicher überqueren. Die Kreuzung GR 16 × GR 129 bildet ein wichtiges Wegkreuz für Fernwanderer, die das Land durchqueren.
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Radwegenetz (Knotenpunkte)
Die Brücke ist für Radfahrer und Mountainbiker zugänglich, wobei diese ihr Fahrrad schieben und die gesamte Überquerung zu Fuß zurücklegen müssen. Diese Regel ist aus Sicherheitsgründen zwingend (unzureichende Breite für Begegnungsverkehr) und verhindert das Risiko des Über-die-Geländer-Fallens.
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Adresse
Rue de la Belle Hôtesse, 6820 Florenville (Provinz Luxemburg), Belgien
Rechtes Ufer (Wald Sainte-Cécile): Parkplatz an der Kirche von Sainte-Cécile (rue Arthur Bayonnet) — achtung: sehr begrenzte Kapazität. Linkes Ufer (Épioux): Zufahrt von Lacuisine über die Straße zur Vanne des Moines. Die Dörfer Chassepierre, Muno und Herbeumont sind ebenfalls Ausgangspunkte für Schleifen mit der Brücke.
Vom Épioux Ufer führt ein markierter Forstweg in 25 Minuten zum Schloss des Épioux (erbaut 1650, Wohnort von Pierre-Napoléon Bonaparte von 1862 bis 1871) und zur Vanne des Moines. Diese Stätten sind bereichernde Wanderziele im Waldgebiet.
Von der Épioux-Seite aus erreichbar, bietet die Roche du Chat eines der schönsten Panoramen auf die Mäander der Semois. Dieser Aussichtspunkt ist auch Schauplatz der berühmten Legende von Monseigneur le Chat — einem feudalen Tyrannen, der von Riesenhechten verschlungen wurde.
⚠️ Parken: Es ist derzeit kein großer Sonderparkplatz angekündigt. Die Dörfer Sainte-Cécile und Lacuisine könnten an sonnigen Wochenenden überfüllt sein. Bevorzugen Sie werktägliche Besuche, früh morgens oder kombinieren Sie mit dem Sanften-Mobilitäts-Netz (Fahrrad, Shuttle).
Das Domaine des Épioux — 1.707 Hektar Geschichte und Natur
Wer die Brücke von Sainte-Cécile aus überquert, betritt eines der faszinierendsten Waldgebiete Belgiens: das Domaine des Épioux, Sondereigentum des ÖSHZ der Stadt Mons seit 1898, bewirtschaftet als PEFC-zertifizierter Wald, dessen Erträge die Sozialhilfe der hennegauischen Metropole finanzieren.
Die Schmiedesaga (16.–19. Jahrhundert)
Lange bevor es ein ökologisches Heiligtum war, war das Épioux-Domaine das schlagende Herz der vorindustriellen Stahlindustrie der Ardennen. Die Schmieden von Épioux und Roussel (Épioux-Bas) funktionierten dank eines Dreigestirns lokaler Ressourcen: Eisenerz aus flachen Gruben, Holzkohle aus den umliegenden Wäldern und hydraulische Antriebskraft.
Die fünf großen Teiche, die das Naturschutzgebiet heute prägen, sind menschliche Schöpfungen jener Epoche — durch Aufstauung angelegt, um Schmiedehämmer und Hochofengebläse mit Wasser zu versorgen. Der Grand Étang umfasste allein 12 Hektar. Das Schloss des Épioux, 1650 erbaut, diente als Dienstresidenz der „Fabrikantenverwalter" dieser proto-industriellen Komplexe.
Pierre-Napoléon Bonaparte in der Épioux (1862–1871)
« Hier lebte von 1862 bis 1871 Prinz Pierre Napoléon Bonaparte, der in den rauen Freuden der Jagd und der Freundschaft der Ardennais die einzigen Ruhetage seines abenteuerlichen Lebens fand. »
— Gedenktafel aus Schiefer, Fassade des Schlosses des Épioux
Direkter Neffe Napoleons I. und Persönlichkeit mit vulkanischem Temperament, fand Prinz Pierre-Napoléon Bonaparte in den tiefen Wäldern der Semois ein goldenes Exil, weit entfernt von den Intrigen am Hof seines Cousins Napoleon III. Neun Jahre lang teilte er seine Zeit zwischen der Treibjagd und der Literatur auf und druckte seine Werke sogar auf den im Domaine installierten Pressen selbst. Die Stadt Florenville feiert dieses Erbe im Bonaparte-Museum, im Obergeschoss des Verkehrsamts.
Die hydrologische Katastrophe von 1888
Am 21. Juni 1887 erwarb Victor Dejardin, ein reicher Bauer aus Harmignies (bei Mons), das Domaine für 630.000 Franc. Die Legende besagt, er habe diese Summe in Gold bar bezahlt. Ein Jahr später, 1888, brach der Staudamm des Grand Étang plötzlich und setzte 500.000 m³ Wasser frei. Die katastrophale Welle zerstörte die Schmieden von Épioux-Bas und verursachte erhebliche Schäden bis vor die Tore von Bouillon.
Durch Entschädigungen und Reparaturarbeiten ruiniert, vermachte Dejardin per Testament vom 1. Januar 1898 die gesamten 1.721 Hektar den Zivilhospizen von Mons. So wurde ein ardenner Waldschatz Eigentum des ÖSHZ von Mons — und ist es heute noch.
Emblematische Fauna — Arten Entdecken (und Schützen)
Das Domaine des Épioux und der Nationalpark des Semois-Tals beherbergen einige der empfindlichsten und emblematischsten Tierarten der Wallonie. Der durch die Brücke erzeugte Touristenandrang macht die Kenntnis dieser Arten für jeden Besucher unerlässlich.
Im Gegensatz zu seinem weißen Verwandten ist der Schwarzstorch ein scheuer Waldvogel, äußerst empfindlich gegenüber menschlichen Störungen. Er benötigt ausgedehnte, alte und ruhige Wälder, um im Blätterdach zu brüten. Die Teiche der Épioux sind seine Nahrungsgebiete. Niemals Nester nähern.
🦦 Europäischer Fischotter
Lutra lutra
Äußerst anspruchsvoll bezüglich der chemischen Wasserqualität und der Ufervegetationsdichte. Sein Vorkommen in der Semois is ein Indikator für den außergewöhnlichen Erhaltungszustand des Gewässernetzes. Beobachten ohne zu stören — hauptsächlich in der Dämmerung aktiv.
🦫 Europäischer Biber
Castor fiber
Ökosystem-Ingenieur: der Biber formt Ufer und schafft durch seine Dämme neue ökologische Nischen. Seine Bauten verändern die lokale Biodiversität positiv, indem sie Feuchtgebiet-Refugien für Amphibien und Libellen schaffen.
🐦 Eisvogel
Alcedo atthis
Sein irisierendes blau-oranges Gefieder ist eines der beliebtesten ornithologischen Schauspiele des Tals. Er nistet in den sandigen oder lehmigen Ufern der Semois. Wasserqualität und Klarheit sind lebenswichtig für sein Überleben — seine Anwesenheit bestätigt die Gesundheit des Flusses.
🦇 Europäische Mopsfledermaus
Barbastella barbastellus
Unter den 20 vorhandenen Fledermausarten (von 24 in der Wallonie) ist die Mopsfledermaus eine der seltensten. Sie überwintert in den verlassenen Schiefergruben der Region. Alte Wälder mit hoher Dichte an Bäumen mit Höhlen sind unerlässlich für sie.
🐸 Kammmolch
Triturus cristatus
Prioritäre Art von gemeinschaftlichem Interesse gemäß der Habitatrichtlinie. Die Tümpel in den Wiesen der Épioux beherbergen gefährdete Populationen. Die fünf oligotrophen Teiche des Domaine — Überreste der Schmieden — bilden seinen bevorzugten Lebensraum.
📊 In Zahlen: der Nationalpark des Semois-Tals beherbergt 110 Brutvogelarten (65 % der Wallonie), 69 Tagfalterarten (77 % des regionalen Gesamt), 44 Libellenarten und 188 Wildbienenarten (46 % der belgischen Bienenfauna). Auf 22.342 als SGIB anerkannten Hektar.
Die Legende der Roche du Chat — Mythos und Soziale Gerechtigkeit
Einige Kilometer von der Brücke entfernt, vom Domaine des Épioux aus erreichbar, ist die Roche du Chat ein Schiefervorsprung, der eines der prächtigsten Panoramen auf die Mäander der Semois bietet. Aber dieser Ort ist weit mehr als ein geologischer Aussichtspunkt: Er ist Schauplatz einer der köstlichsten Volkssagen der Ardennen.
Die Legende von Monseigneur le Chat
Es gab, so heißt es, einen feudalen Herrn mit tyrannischem und despotischem Charakter, der von seinen Leibeigenen einhellig „Monseigneur le Chat" (Herr Kater) genannt wurde. Dieser Despot hegte eine Obsession für eine Wassernymphe der Semois — eine lokale Naturgottheit, so gewandt und ungreifbar wie das lebendige Wasser selbst.
Nach vielen gescheiterten Versuchen, sie zu fangen, schickte der Herr ein Heer von Katzen auf den Fluss, um sie einzukreisen. Doch die Nymphe rief entrüstet eine Schar Reiher herbei, die herabstiegen, um die Katzen zu belästigen. Rasend vor Wut sprang Monseigneur le Chat selbst in das Semois-Wasser — und kolossale Hechte schossen aus den Tiefen auf, um ihn in ihren scharfen Kiefern zu packen und in die eisigen Abgründe hinabzuziehen.
Moral der Geschichte: Seitdem haben Katzen eine unwiderstehliche Abneigung gegen Wasser. Und die Semois, so sagt man, schlägt noch heute bei stürmischen Nächten mit dumpfer Wut gegen den Felsen, während gespenstisches Miauen im Wald widerhallt...
Historische Anmerkung: der Mythos soll im 18. Jahrhundert formalisiert worden sein, während der aufkommenden bäuerlichen Widerstände am Vorabend der Französischen Revolution. Die Bestrafung des despotischen Herrn durch die Kräfte der Natur ist eine kathartische Metapher für soziale Gerechtigkeit — eine Erzählung des Widerstands gegen feudale Macht.
Das Maison du Garde — Sozialtourismus im Herzen der Épioux
Parallel zur Einweihung der Brücke führt das ÖSHZ der Stadt Mons ein Projekt zur Renovierung des ehemaligen Pförtnerhauses des Domaine — des „Maison du Garde" — durch, um daraus ein soziales Beherbergungszentrum von 644.500 € Gesamtbudget zu machen.
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Zielgruppe
Jugendliche aus einkommensschwachen Verhältnissen, Kinder in sozioökonomisch benachteiligter Lage, Menschen mit Behinderungen. Zugang zur Natur und Ferien in einem Waldumfeld darf kein Privileg sein.
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Grüne Schulklassen
Das Zentrum wird Programme für „grüne Schulklassen" aufnehmen. Ein unschätzbares pädagogisches Instrument, um städtische Jugendliche für die Komplexität von Waldökosystemen und die Notwendigkeit, die Ardennener Biodiversität zu erhalten, zu sensibilisieren.
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Finanzierung
Gesamtbudget: 644.500 €. Förderung des wallonischen Generalkommissariats für Tourismus (CGT): 239.000 €. Restbetrag zu Lasten des ÖSHZ Mons: 405.500 €. Eröffnung geplant im Herbst 2026, in Synergie mit der im Juni eingeweihten Brücke.
Häufig Gestellte Fragen — Alles über die Hängebrücke
Ist die Himalaya-Hängebrücke von Florenville für Besucher geöffnet?
Ja, absolut! Die Brücke wurde am 20. Juni 2026 feierlich eingeweiht und ist seitdem das ganze Jahr über rund um die Uhr (24/7) frei und kostenlos für Fußgänger zugänglich.
Wo kann man parken und wie weit ist der Fußweg zur Brücke?
Da der Parkplatz direkt an der Brücke begrenzt ist, parken Besucher auf dem offiziellen Wanderparkplatz in ca. 1,5 km Entfernung (3 km Hin- und Rückweg). Rechnen Sie mit etwa 45 Minuten bis 1 Stunde Gehzeit auf einem schönen Waldpfad.
Kostet der Zugang zur Hängebrücke Eintritt?
Nein, der Zugang ist zu 100 % kostenlos. Die Brücke ist ein öffentliches Projekt der Wallonischen Region (80 %) und der Gemeinde Florenville (20 %). Es ist kein Ticket oder Voranmeldung erforderlich.
Darf man Hunde über die Hängebrücke mitnehmen?
Hunde sind erlaubt, aber besondere Vorsicht ist geboten: Der offene Stahlgitterrost kann Pfotenballen schneiden und Krallen einklemmen. Es wird dringend empfohlen, kleine Hunde zu tragen oder größere Tiere mit Schutzschuhen auszustatten.
Schwankt die Brücke beim Überqueren spürbar?
Wie jede echte Seilhängebrücke mit 184 m Spannweite schwingt die Brücke bei Wind und Bewegung sanft mit. Das Gefühl ist aufregend, die Konstruktion jedoch nach höchsten Standards für bis zu 540 Personen gleichzeitig gesichert.
Darf man die Brücke mit dem Fahrrad oder Mountainbike befahren?
Ja, aber ausschließlich schiebend: Radfahrer und Mountainbiker müssen absteigen und ihr Fahrrad über die gesamte Brückenlänge zu Fuß schieben.
Ist das Gelände für Rollstühle oder Kinderwagen geeignet?
Die Brücke selbst ist stufenlos, aber die Waldwege dorthin (1,5 km) sind uneben und steinig. Das Areal ist daher nicht rollstuhlgerecht und für normale Kinderwagen ungeeignet (eine Babytrage wird empfohlen).
Kann man den Besuch mit einer Kajakfahrt auf der Semois verbinden?
Absolut! Eine Kajaktour auf der Semois ist die perfekte Ergänzung: Sie gleiten 30 Meter unter der Hängebrücke hindurch und können das Bauwerk danach zu Fuß erleben!
Überprüfen Sie vor jedem Ausflug ins Tal — Kajak oder Wanderung — den aktuellen Wasserstand der Semois. Plötzliche Überschwemmungen können Uferpfade sperren und den Zugang zur Brücke verändern.
Übernachten Sie in Alle-sur-Semois, um Kajak, Wanderung zur Himalaya-Hängebrücke und Erkundung des Domaine des Épioux zu kombinieren. Camping L'Kayak Belgique, Le Laviot, Le Sagittaire und Le Héron empfangen Sie am Flussufer.
Bereit für Ihr Abenteuer im Semois-Tal?
Kombinieren Sie die Himalaya-Hängebrücke mit einer Kajaktour auf der Semois — das vollständigste Erlebnis der belgischen Ardennen.
« Ein perfekter Familientag auf der Semois. Der Empfang bei Kayak Belgique ist herzlich, die Ausrüstung tadellos (die Kajaks sind modern und sauber) und das kostenlose Shuttle-System hervorragend organisiert. Eine unverzichtbare Adresse in den Ardennen! »
A
Annelies Peeters G
« Wunderschöne Kajaktour auf der Semois ab Vresse! Sehr freundliches Personal und ein ausgezeichneter Shuttle-Service. Die Campingplätze am Ufer der Semois sind ebenfalls ein absoluter Geheimtipp für Naturliebhaber. »
P
Pierre-Yves Dubuisson G
« Herrliche 11 km lange Kajakfahrt ab Alle-sur-Semois. Die wilde Natur der Ardennen ist in der Frühlingssonne wunderschön. Sehr wettbewerbsfähige Preise im Vergleich zur Konkurrenz. Wir kommen wieder! »
S
Sandra Müller G
« Wunderschönes Erlebnis! Die Kajaktour auf der Semois war top organisiert. Das Team ist sehr hilfsbereit und spricht gut Deutsch. Die Landschaft der belgischen Ardennen ist einfach atemberaubend. »
D
Damien Claes G
« Ausgezeichneter Kajakverleih und toller Campingplatz am Ufer der Semois. Die Preise sind sehr fair und die Atmosphäre ist gesellig und familiär. Die kleine Terrassenbar ist perfekt, um sich nach der Anstrengung zu erfrischen. »
S
Sophie Mertens G
« Ein fantastischer Last-Minute-Empfang, obwohl wir mitten im August nicht reserviert hatten. Schwimmwesten und wasserdichte Tonnen werden kostenlos gestellt. Sehr sichere Fahrten, ideal mit Kindern! »
T
Thomas Wright G
« Erstklassiger Kajakverleih an der Semois. Äußerst freundliches Personal, gut gewartete Kajaks und ein zuverlässiger Shuttle. Die Aussichtspunkte entlang des Flusses sind absolut atemberaubend. Dieses lokale Unternehmen ist sehr zu empfehlen! »